Geschichte

Gerungen hat man in Weinfelden schon länger, aber erst im Jahre 1971 gründete man dafür eine eigene Riege die sich innerhalb des Turnvereins Weinfelden voll und ganz dem Sport auf der Matte widmete.
Unter der Führung von Armin Meier, der schon seit Jahren der Ringerchef des Kantonalen Turnverbandes war, wurde die Ringerriege gegründet.

Erfolgreiche Siebziger

Armin Meier war dann auch der erste Trainer der Aktivmannschaft der Weinfelder. Unter seiner strengen Führung stellten sich dann auch schnell die ersten Erfolge an. Die Mannschaft erkämpfte sich in den späten 70er Jahren nicht weniger als fünf Mal den Titel des Schweizermeisters. Auch an den Einzelmeisterschaften wurden etliche Goldmedaillen gewonnen und als Höhepunkt, nahm Jakob Tanner ,1972 an den Olympischen Spielen in München teil. Nach dieser erfolgreichen Ära kam dann eine lange Durststrecke. Die Erfolge der Einzelringer wurden selten und die Mannschaft stieg in die erste Liga ab. Einzig Andreas Schätti vermochte mit dem Schweizermeistertitel im griechisch-römischen Stil 1982 kurzzeitig an die alten Erfolge anzuknüpfen.


70er Jahre

Die Ära- Köbi Tanner

Erst die intensive Jugendarbeit von Jakob Tanner, der unterdessen Trainer wurde, beendete diese Phase. Was anfangs der Achtzigerjahre mit ersten Erfolgen begann, entwickelte sich bis in die Anfänge der Neunzigerjahre zur erfolgreichsten Nachwuchsmannschaft der Schweiz.
Und je älter diese Generation wurde, desto mehr kamen auch die Erfolge mit der Aktivmannschaft zurück. Von Jahr zu Jahr steigerte sich die junge Mannschaft und so kämpfte im Jahr 2001 endlich wieder eine Thurgauer Mannschaft in der höchsten Schweizer Liga mit.
Zur gleichen Zeit präsentierten sich mehrere Weinfelder auch auf der internationalen Bühne. Alois Fässler, Daniel Schnyder, Raphael Tanner, Andreas und Matthias Wieser sowie Urs und Thomas Wild vertraten die Schweizer Farben an unzähligen internationalen Turnieren und Meisterschaften. Nicht vergessen werden dürfen die Frauen bzw. Mädchen die seit den Anfängen des Frauenringens erfolgreich für die Ringerriege auf internationale Medaillenjagd gehen. Der Höhepunkt stellte hier der Kadetten- Europameisterschaftstitel von Karin Inauen im Jahr 2001 dar.


Schülermannschaft am Ende der Achtzigerjahre unter der Leitung von Köbi Tanner

In den „Nuller“ -Jahren schliesslich, etablierte sich die erste Mannschaft der Ringerriege als feste Grösse in der Ringerschweiz und errang in den Jahren 04-07 viermal in Folge die Bronzemedaille in der Nationalliga A. An den Einzelmeisterschaften hamsterten die Weinfelder Aktivringer in derselben Zeit mehr als 20 Einzeltitel.


Wechselnde Erfolge

Danach wurden die Erfolge auf Grund von Rücktritten und der fehlenden Kaderbreite der Mannschaft langsam seltener und im Jahre 2009 war es dann soweit und die Weinfelder Mannschaft zog nach einer missglückten Saison ihre erste Mannschaft aus der Nationalliga A zurück um einen Neuanfang in der Regionalliga zu wagen. Danach wurde es für einige Jahre ruhiger um den einzigen Thurgauer Ringer Verein. Die Weinfelder trumpften zwar vereinzelt noch an Einzelmeisterschaften, als Söldner in anderen Mannschaften und an Internationalen Turnnieren auf, die Aktiv Meisterschaft schaffte aber den angestrebten direkten Aufstieg in die Nationalliga B nicht.

Ein Lichtblick in dieser Zeit stellte aber sicher das seit dem Jahre 2008 angebotene KIRI (Kinderringen) dar, wobei Kinder bereits ab dem vierten Lebensjahr die ersten Gehversuche auf der Ringermatte absolvieren und so einen spielerischen Zugang zum Ringen erhalten sollen. Bereits sind nun mehrere ehemalige KIRI-Kinder in der Jugendmannschaft von Thomas Inauen integriert und die erste Früchte dieser Arbeit konnten bereits geerntet werden in der Form des Aufstiegs der Jugendmannschaft in die 1. Stärkeklasse im Jahre 2013.

Gleichen Jahres konnte die Aktivmannschaft unter der Führung des selber noch Aktiv ringenden Coaches Thomas Wild den Jungen nachziehen und schaffte den Aufstieg in die Nationalliga B welche nun offiziell Challenge League heisst.